Häufigkeit

Peniskrebs ist hierzulande selten, nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken bundesweit 600 Männern hieran. Überwiegend Männer über 60 Jahre sind betroffen.

Risikofaktoren

Als Risikofaktoren gelten eine mangelnde Intimhygiene und die Vorhautverengung (Phimose), die eine entsprechende Hygiene verhindert. Bei Männern, die bereits als Neugeborene beschnitten wurden, kommt Peniskrebs sehr selten vor. Ein weiterer Risikofaktor sind Infektionen mit dem HPV-Virus (Genitalwarzen) und der Tabakkonsum.

Symptome

Frühsymptome sind selten oder werden aus Angst oder Schamgefühl übersehen. Ausfluß aus der Harnröhre bei Männern über 50 Jahren oder Veränderungen an der Eichel (Verhärtung, Blutung, Geschwür) sollten vom Urologen abgeklärt werden.

Diagnose

Durch die körperliche Untersuchung kann eine Verdachtsdiagnose gestellt werden. Eine Gewebeentnahme nach Betäubung sichert die Diagnose. Je frühzeitiger der Krebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungsaussichten.

Therapie

Zum Einsatz kommt die Strahlentherapie und die Operation. Die Therapie richtet sich nach Ausmaß der Erkrankung. Bei kleinem Tumor ist eine Operation erforderlich, bei der in Narkose der Tumor entfernt wird. Eine Strahlentherapie kann sich anschließen. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist dann sogar die komplette Entfernung (Amputation) des Penis erforderlich. Liegen bereits Metastasen in den Leistenlymphknoten vor, so können diese operativ entfernt werden.

Eine frühzeitige Diagnose im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Urologen kann einen derartigen Eingriff verhindern.