Häufigkeit

Nach Schätzungen des Robert Koch Instituts erkrankten im Jahr 2012 knapp 15000 Menschen bundesweit am Nierenkrebs, wobei Männer häufiger als Frauen betroffen sind. Die meisten Tumoren finden sich jenseits des 50. Lebensjahr.

Risikofaktoren

Als gesicherter Risikofaktor gilt die chronische Niereninsuffizienz und die Einnahme von heute nicht mehr verschriebenen Phenacetinhaltigen Schmerzmitteln. Rauchen und Passivrauchen ist ein weiteres Risiko.

Symptome

Im Anfangsstadium macht Nierenkrebs keine Beschwerden, sichtbares Blut, Gewichtsverlust oder gar ein sichtbarer Tumor sind Spätsymptome.

Diagnose

Nierenkrebs kann durch eine Ultraschalluntersuchung frühzeitige erkannt werden. Nicht selten geschieht dies auch „zufällig“ im Rahmen einer anderen Diagnostik (z.B. Abklärung des Rückenschmerz durch NMR). Spuren von Blut im Urin sollten beim Urologen abgeklärt werden. Durch die Computertomographie (CT) kann die Diagnose dann konkretisiert werden.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach Ausbreitung des Nierenkrebs im Körper. Meist ist eine Operation erforderlich. Bei kleinen Tumoren kann lediglich der Nierenkrebs aus der Niere entfernt werden (Tumorenukleation/Nierenteilresektion). Bei größeren Tumoren muss die komplette Niere entfernt werden, hierbei werden auch Nebenniere und Lymphknoten entfernt. Die Operation kann mittels offener Schnittführung oder per Laparoskopie („Schlüsselloch-Technik“) durchgeführt werden. Heutzutage ist es hierbei sogar möglich, nur durch einen Schnitt am Bauchnabel („Single-Port-Surgery“) oder durch natürliche Körperöffnungen („NOTES“) zu operieren. Entscheidend für die Wahl ist allerdings die Machbarkeit der Operation und die Expertise des Operateurs.

Ist eine Operation nicht möglich, kann der Tumor mittels Radiofrequenztherapie oder Kryotherapie behandelt werden, wobei beide Verfahren nicht als Standardtherapie gelten.

Im fortgeschrittenen Stadien kann eine Entfernung oder Bestrahlung von Metastasen erforderlich werden. Die medikamentöse Therapie hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, wenngleich diese Chemotherapie das Fortschreiten der Erkrankung nur verzögern kann.

Eine frühzeitige Diagnose im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Urologen kann zur Heilung führen!